Seemannsgarn
Kleine Bojenkunde
Bojen sind ein wichtiges nautisches Hilfsmittel. Sie existieren in vielen verschiedenen Formen und Farben, die der sicheren Identifizierung aus großer Entfernung dienen.
Typische Bojen sind:
- Schwarze Rundtonne: Gleicht aus der Ferne einem verschwommenen schwarzen Fleck am Horizont
- Grüne Spitztonne: Gleicht aus der Ferne einem verschwommenen schwarzen Fleck am Horizont
- Rote Flachtonne: Gleicht aus der Ferne einem verschwommenen schwarzen Fleck am Horizont
- Rot-weiß senkrecht gestreifte Ansteuerungstonne: Gleicht aus der Ferne einem verschwommenen schwarzen Fleck am Horizont
Die 10 eindeutigsten Hinweise dafür, dass Sie ein schlechter Seefahrer sind:
- Sie sind Kapitän der Titanic.
- Bei Nebel bekommen Sie ein Horn.
- Sie finden die Reeling zum Kotzen.
- Sie trösten eine Heulboje.
- Sie glauben, Katamaran sei ein Anfeuerungsruf für männliche Katzen.
- Sie halten Matrosen für besonders potent, weil sie den ganzen Tag in See stechen.
- Sie wollen mal ordentlich auf die Pauke hauen und gehen auf eine Galeere.
- Sie fragen im Puff nach den Sex-Tanten.
- Sie suchen auf Ihrem Fernseher den Suez-Kanal.
- Sie legen Ihr gesamtes Vermögen auf einer Sandbank an.
Die 12 goldenen Regeln eines modernen Nautikers
- Warte mit dem Ausweichen bis zuletzt und zeige, dass du keine Angst hast. (Der entgegenkommende ist eh ein feiger Hund!)
- Komme beim Ausweichen bis auf einen Grad auf den alten Kurs zurück, es macht den Gegner unsicher.
- Das Manöver des letzten Augenblicks lasse den Gegner fahren. Nur so bleibst Du auf Kurslinie.
- Überhole so dicht wie möglich, es könnte ein Bekannter an Bord sein.
- Fischer passiere recht dicht, sie sind dir dankbar für jeden ins Netz gescheuchten Fisch.
- Vertausche die Positionslaternen; die Hilflosigkeit des Gegners verschönert Deine Wache.
- Bei guter Sicht zeigen die üblichen Vor- und Rückwärtsmanöver dem Kapitän deine Selbständigkeit.
- Benutze bei Nebel nie das Radargerät, es zeugt von mangelndem Mut.
- Exakte Ruderkommandos verdummen die Wachgänger. Lasse sie selber denken.
- Blende nie alle nach voraus scheinende Lichter ab, sie zeugen von gesellschaftlichem Leben an Bord.
- Lasse dem Kapitän deine Wachsamkeit merken und trage auf der Brücke festes Schuhwerk.
- Verbessere häufig den Lotsen, es zeugt davon, daß du kein Anfänger bist.
Lexikon für (Nicht-)Segler
- Anker: Schlammhag´l
- Backbord: Einrichtungsgegenstand in einer Bäckerei.
- Bäcker: Dient der Navigation. Auf den Brötchentüten steht der wahre Ort.
- Bilge: Ort im Schiff ganz unten beim Kielschwein. Nimmt Öl, Bier, Büchsen, Papier auf; stinkt.
- Boje: Runde, unsichtbare oder große, laute Trommel. Dient dem Wecken des Skippers.
- Boiler: Büffel
- Bordkassier: Bord-Knauserer
- Bugspriet: Hölzerner Stock der vorne rausguckt, damit man andere rammen kann.
- Crew: Kleinste Entfernung von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen oder auch Leute, die zuerst an Land in der warmen Kneipe sitzen und sich jetzt fragen, woher kommt das Wasser.
- Deviationstabelle: Tabelle zum umrechnen von Euro auf Dollar.
- Dickschiff: Sehr dickes Schiff, hat ein oder zwei Häuschen, damit man nicht nass wird.
- Gischt: Wasser, das bei Sturm und Wellen von außen auf und in das Schiff kommt.
- GPS: Braucht man, wenn man den Kartenzirkel vergessen hat.
- Großbaum: Dient auf dem Wasser als Baum, weils da so wenig Bäume gibt.
- Ketsch: Hat zwei Masten, damit man weitersegeln kann, wenn einer runterfällt.
- Kajüte: ist so ein Häuschen, hat auch mal ne Küche, aber die heißt dann Kombüse.
- Kentern: Wenn der lange Stock nicht mehr nach oben zeigt, sondern nach unten.
- Kielschwein: Wird von Seeleuten zwecks Ernährung mitgeführt, unten am Schiff angebracht.
- Kielschwert: Waffe unten am Schiff, mit dem man sich gegen Kielschweine verteidigt.
- Koje: Zuhause/Bett. Ist nicht lang, nicht breit, nicht weich, nicht trocken, nicht gerade, und hat deshalb ein Leesegel.
- Fender: Kleine dicke Gummipuffer, die seitlich am Schiff hängen, die nimmt man beim Parken.
- Lee: Da, wohin man oft kentert oder fällt, wenn man sich nicht festhält.
- Leesegel: Nimmt der schlafende Seemensch um im Traum zu segeln.
- Luv: Da, wo der Wind hoffentlich bald herkommt.
- Mast: Langer Aluminiumstock, senkrecht,dient als Segelaufhänger und Blitzableiter.
- Neptun: Alter Gott, der mit Sherry begossen und durch Pfeifen geärgert wird.
- Ort: Da, wo man glaubt zu sein, aber nicht ist.
- Päckchen: Dient dem Füllen des Hafens und der Tasche des Hafenmeisters.
- Parken: Gibts nicht: Heißt anlegen, festmachen, rammen, versenken, aber NIE parken (ist aber parken).
- Pumpklo: Von sadistischen Ingenieuren entworfene Höllenmaschine, an Land Schietpümpel genannt.
- Radarreflektor: Dampferscheuche
- Riff: Da, wo man ist, aber hofft nicht zu sein.
- Regatta: Versammlung von Schiffen, die alle in andere Richtungen schiffen.
- Rettungsinsel: Kleine Insel, die aber kein Land ist, sondern aus Gummi.
- Rollgenua: Ursprung des Namens unbekannt. Rollt oft nicht und ist nicht aus Genua.
- Schiffsschraube: Unterwasserwinsch
- Schleuse: Große Badewanne für Boote, die sich darin gegenseitig rammen.
- Segler: Hassen Motorbootfahrer, haben aber selber oft einen Motor, dass sind dann Motorsegler.
- Skipper: Bordratte
- Steuerbord: Bord, auf dem gesteuert wird. An Land rechts.
- Stiefeln: Wasserbehälter, die der Seemann an den Füßen trägt.
- Südwester: Soll die Gischt abhalten, leitet sie aber immer kunstvoll in den Kragen.
- Wache: Dauert oft drei Stunden, mit Sherry auch länger. Bei Sturm noch länger.
- Wattstützen: Stützen das Watt. So ein Blödsinn, das braucht man doch nicht, denn dort gibt es Seezeichen zum anlehnen!
