Seemannsgarn

Kleine Bojenkunde

Bojen sind ein wichtiges nautisches Hilfsmittel. Sie existieren in vielen verschiedenen Formen und Farben, die der sicheren Identifizierung aus großer Entfernung dienen.

Typische Bojen sind:

  • Schwarze Rundtonne: Gleicht aus der Ferne einem verschwommenen schwarzen Fleck am Horizont
  • Grüne Spitztonne: Gleicht aus der Ferne einem verschwommenen schwarzen Fleck am Horizont
  • Rote Flachtonne: Gleicht aus der Ferne einem verschwommenen schwarzen Fleck am Horizont
  • Rot-weiß senkrecht gestreifte Ansteuerungstonne: Gleicht aus der Ferne einem verschwommenen schwarzen Fleck am Horizont

Die 10 eindeutigsten Hinweise dafür, dass Sie ein schlechter Seefahrer sind:

  1. Sie sind Kapitän der Titanic.
  2. Bei Nebel bekommen Sie ein Horn.
  3. Sie finden die Reeling zum Kotzen.
  4. Sie trösten eine Heulboje.
  5. Sie glauben, Katamaran sei ein Anfeuerungsruf für männliche Katzen.
  6. Sie halten Matrosen für besonders potent, weil sie den ganzen Tag in See stechen.
  7. Sie wollen mal ordentlich auf die Pauke hauen und gehen auf eine Galeere.
  8. Sie fragen im Puff nach den Sex-Tanten.
  9. Sie suchen auf Ihrem Fernseher den Suez-Kanal.
  10. Sie legen Ihr gesamtes Vermögen auf einer Sandbank an.

Die 12 goldenen Regeln eines modernen Nautikers

  • Warte mit dem Ausweichen bis zuletzt und zeige, dass du keine Angst hast. (Der entgegenkommende ist eh ein feiger Hund!)
  • Komme beim Ausweichen bis auf einen Grad auf den alten Kurs zurück, es macht den Gegner unsicher.
  • Das Manöver des letzten Augenblicks lasse den Gegner fahren. Nur so bleibst Du auf Kurslinie.
  • Überhole so dicht wie möglich, es könnte ein Bekannter an Bord sein.
  • Fischer passiere recht dicht, sie sind dir dankbar für jeden ins Netz gescheuchten Fisch.
  • Vertausche die Positionslaternen; die Hilflosigkeit des Gegners verschönert Deine Wache.
  • Bei guter Sicht zeigen die üblichen Vor- und Rückwärtsmanöver dem Kapitän deine Selbständigkeit.
  • Benutze bei Nebel nie das Radargerät, es zeugt von mangelndem Mut.
  • Exakte Ruderkommandos verdummen die Wachgänger. Lasse sie selber denken.
  • Blende nie alle nach voraus scheinende Lichter ab, sie zeugen von gesellschaftlichem Leben an Bord.
  • Lasse dem Kapitän deine Wachsamkeit merken und trage auf der Brücke festes Schuhwerk.
  • Verbessere häufig den Lotsen, es zeugt davon, daß du kein Anfänger bist.

Lexikon für (Nicht-)Segler

  • Anker: Schlammhag´l
  • Backbord: Einrichtungsgegenstand in einer Bäckerei.
  • Bäcker: Dient der Navigation. Auf den Brötchentüten steht der wahre Ort.
  • Bilge: Ort im Schiff ganz unten beim Kielschwein. Nimmt Öl, Bier, Büchsen, Papier auf; stinkt.
  • Boje: Runde, unsichtbare oder große, laute Trommel. Dient dem Wecken des Skippers.
  • Boiler: Büffel
  • Bordkassier: Bord-Knauserer
  • Bugspriet: Hölzerner Stock der vorne rausguckt, damit man andere rammen kann.
  • Crew: Kleinste Entfernung von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen oder auch Leute, die zuerst an Land in der warmen Kneipe sitzen und sich jetzt fragen, woher kommt das Wasser.
  • Deviationstabelle: Tabelle zum umrechnen von Euro auf Dollar.
  • Dickschiff: Sehr dickes Schiff, hat ein oder zwei Häuschen, damit man nicht nass wird.
  • Gischt: Wasser, das bei Sturm und Wellen von außen auf und in das Schiff kommt.
  • GPS: Braucht man, wenn man den Kartenzirkel vergessen hat.
  • Großbaum: Dient auf dem Wasser als Baum, weils da so wenig Bäume gibt.
  • Ketsch: Hat zwei Masten, damit man weitersegeln kann, wenn einer runterfällt.
  • Kajüte: ist so ein Häuschen, hat auch mal ne Küche, aber die heißt dann Kombüse.
  • Kentern: Wenn der lange Stock nicht mehr nach oben zeigt, sondern nach unten.
  • Kielschwein: Wird von Seeleuten zwecks Ernährung mitgeführt, unten am Schiff angebracht.
  • Kielschwert: Waffe unten am Schiff, mit dem man sich gegen Kielschweine verteidigt.
  • Koje: Zuhause/Bett. Ist nicht lang, nicht breit, nicht weich, nicht trocken, nicht gerade, und hat deshalb ein Leesegel.
  • Fender: Kleine dicke Gummipuffer, die seitlich am Schiff hängen, die nimmt man beim Parken.
  • Lee: Da, wohin man oft kentert oder fällt, wenn man sich nicht festhält.
  • Leesegel: Nimmt der schlafende Seemensch um im Traum zu segeln.
  • Luv: Da, wo der Wind hoffentlich bald herkommt.
  • Mast: Langer Aluminiumstock, senkrecht,dient als Segelaufhänger und Blitzableiter.
  • Neptun: Alter Gott, der mit Sherry begossen und durch Pfeifen geärgert wird.
  • Ort: Da, wo man glaubt zu sein, aber nicht ist.
  • Päckchen: Dient dem Füllen des Hafens und der Tasche des Hafenmeisters.
  • Parken: Gibts nicht: Heißt anlegen, festmachen, rammen, versenken, aber NIE parken (ist aber parken).
  • Pumpklo: Von sadistischen Ingenieuren entworfene Höllenmaschine, an Land Schietpümpel genannt.
  • Radarreflektor: Dampferscheuche
  • Riff: Da, wo man ist, aber hofft nicht zu sein.
  • Regatta: Versammlung von Schiffen, die alle in andere Richtungen schiffen.
  • Rettungsinsel: Kleine Insel, die aber kein Land ist, sondern aus Gummi.
  • Rollgenua: Ursprung des Namens unbekannt. Rollt oft nicht und ist nicht aus Genua.
  • Schiffsschraube: Unterwasserwinsch
  • Schleuse: Große Badewanne für Boote, die sich darin gegenseitig rammen.
  • Segler: Hassen Motorbootfahrer, haben aber selber oft einen Motor, dass sind dann Motorsegler.
  • Skipper: Bordratte
  • Steuerbord: Bord, auf dem gesteuert wird. An Land rechts.
  • Stiefeln: Wasserbehälter, die der Seemann an den Füßen trägt.
  • Südwester: Soll die Gischt abhalten, leitet sie aber immer kunstvoll in den Kragen.
  • Wache: Dauert oft drei Stunden, mit Sherry auch länger. Bei Sturm noch länger.
  • Wattstützen: Stützen das Watt. So ein Blödsinn, das braucht man doch nicht, denn dort gibt es Seezeichen zum anlehnen!