Astronavigation

Im Gegensatz zur terrestrischen Navigation, die sich Karte, Kompaß und Seekarten bedient, findet die Astronavigation mit Hilfe von Sonne, Mond und Sternen und weiterer Hilfsmitteln den Standort unseres Schiffs. Mit Hilfe des Sextanten wird über eine Spiegeltechnik der Winkel zwischen der Kimm und z.B. der Sonne gemessen. Die astronomische Navigation wird grundsätzlich in der mittleren Greenwich-Zeit (MGZ) gemessen.

Zwecks besserem Verständnis nochmals zurück zur terrestrischen Navigation. Stellt man sich die Mitte eines Leuchtturms einfach als Sonne oder Mond vor, wird nur noch der gemessene Winkel und diese Position in der Seekarte benötigt um den Standort zu ermitteln. Wird von der Position eines Gestirns eine Linie zum Erdmittelpunkt gezogen, so ist der Bildpunkt auf der Erdoberfläche mit Koordinaten zu bestimmen.

Wo aber kommt die Position auf der Seekarte her? Hierzu bedient sich der Navigator des "Nautischen Jahrbuchs" in dem auf mehr als 400 Seiten die genaue Position auf der Erde (Bildpunkt) der Gestirne errechnet wurde und festgehalten ist.

Wenn man bedenkt, daß sich die Sonne in genau 24 Stunden mit ca. anderthalbfacher Schallgeschwindigkeit einmal um die Erde rast, so ist also die genaue Zeit für die Ermittlung des Bildpunkts von absoluter Wichtigkeit. Wenn also die Borduhr nur um 1 Minute falsch geht, dann hat sich der Bildpunkt zur Sonne um ca. 15 sm verändert. Also, nicht vergessen: Vor der Abreise, oder über Funk, immer auf die genaue Uhrzeit achten!